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Die Kölsche Mess hat Silberjubiläum

Foto von Honnef Heute

Bad Honnef. Zum 25. Mal feiern die Karnevalisten in Bad Honnef ihren Mundart-Gottesdienst, dieses Mal in der Selhofer Pfarrkirche Sankt Martin. Zelebrant Herbert Breuer erinnerte an den Ursprung vor einem Vierteljahrhundert. Höhepunkt in diesem Jahr war die Taufe von Moritz Fridolin Gädeker.

von Roswitha Oschmann, 04.02.2018

Zum 25. Mal wippende Prinzenfedern in der Pfarrkirche, Karnevalisten aller Farben in ihrem schmucken Ornat, Bedde in rheinischer Sproch, Spielmannszüge plus Orgelmusik und Lieder wie „Ich bin ene Räuber“: Die Kölsche Mess hatte Silberjubiläum. Nur zwei Dinge liefen diesmal anders. Die Jecken waren im Exil in der Selhofer Pfarrkirche Sankt Martin. Und erstmals wurde dabei ein Kind getauft. „25 Johr, dat is en jroße Tradition, die mir all zesamme erlevvt hann“, sagte Pfarrer Herbert Breuer. Er ist von Anfang an Zelebrant dieser Mundartmesse, die nicht nur für Karnevalisten aller Gesellschaften ein wichtiger Termin ist.

Herbert Breuer erinnerte humorvoll an den Ursprung – als ihn der damalige Siebengebirgsprinz Büb Brodesser vor dem Narrengericht die Zusage für eine Kölsche Mess entlockte. Aus der Genehmigung für ein Jahr wurde eine Tradition. Die Begeisterung erfasste selbst einen Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem und einen Pater, die zunächst skeptisch waren, dann aber bekundeten: „Du hast mich bekehrt – war das fromm und schön. Einen Gottesdienst, der so fröhlich und so fromm ist, habe ich noch nie erlebt.“

Die Christen beteten: „Leever Jott“. Die Tollitäten sprachen Fürbitten. Ursula Voll las, was „dr Prophet Jesaja jeschrevve hät“, nämlich: „Macht üch op der Wäch, all, die ihr Doosch hat.“ Und Pfarrer Breuer meinte: „Der Prophet sät: Drink un esst ohne ze bezahle. Die Karnevalisten singe: Drink doch eine met. Un Jesus mät bei der Huhzik in Kana e Jeschenk und meint do eijentlich et gliche.“ Die Mess-Besucher sangen mit Solist Matthias Wessel „Drink doch eine met!“

Ein Höhepunkt: die Taufe des kleinen Moritz Fridolin. Übers Clownskostüm hatten seine Eltern, Sascha und Clara Gädeker, das Taufkleidchen gezogen, darüber lag der weiße Schal der KG Halt Pol. Moritz‘ karnevalistische Karriere ist echt jeck: Die Prunksitzung 2017 erlebte Moritz noch in Mamas Bauch, auf Weiberfastnacht wurde er per Bierdeckel ein Halt Pöler wie der Papa und am Sonntag war er bereits am Zoch.

Prinz Michael überreichte den Kölner Dom als Spieluhr mit der Melodie „Ich bin ene kölsche Jung“. Am Schluss dankte Festausschuss-Chef Stefan Jungheim allen Helfern und Pfarrer Breuer, dem alle Präsidenten und Tollitäten ihre Orden verliehen und wünschten, dass er noch viele Jahre die Mess zelebrieren kann.

Link zum Artikel http://www.kamelle.de/narren-news/bad-honnef/Die-K%C3%B6lsche-Mess-hat-Silberjubil%C3%A4um-article3766281.html

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